Beratung und Behandlungsplanung |
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Wählen Sie Ihren Implantologen sorgfältig aus. Das erste Gespräch sollte kostenlos sein. Sie werden über alle Aspekte der Sie betreffenden Behandlung aufgeklärt.
Es wird ggfls. eine Röntgen-aufnahme erstellt anhand derer Ihre Knochensituation und andere Rahmenbedingungen besprochen werden können. Zu den Letzteren zählen auch eine Anamnese sowie vorgefundene Platzverhältnisse und zu erwartende Kosten. Erkundigen Sie sich nach der Anzahl der dort schon gesetzten Implantate. Suchen Sie das Gespräch mit früheren Patienten. |
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Wenn ein Knochenaufbau notwendig ist | |
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Für die Implantatsetzung im Kiefer muß ein ausreichend großes Knochenangebot zur Verfügung stehen. Andernfalls muß Knochen aufgebaut werden (Augmentation). Man spricht hier in der Regel von einer Knochenverpflanzung körpereigenen Materials. Dieser Knochenaufbau kann als präimplantologischer Knochenaufbau vor einer Implantation oder zusammen mit der Implantatsetzung durchgeführt werden. Für einen optimalen und dauerhaft stabilen Knochenaufbau ist die Transplantation eigenen (sog. autologen) Knochens angebracht. Hierzu ist ein Eingriff notwendig, um eigenen Knochen aus dem Kinn oder dem retromolaren Bereich (regio Weisheitszahn) zu entnehmen.
Für den simultanen Knochenaufbau oder zur Beimischung können Knochenersatzmaterialien zur Anwendung kommen. Der aufgebaute Knochen wird in der Regel mit einer Membran geschützt. Eine ungestörte Einheilung des Augmentates ist somit gewährleistet. Insgesamt können folgende Augmentationstechniken zur Anwendung kommen: Knochenanlagerung, Knochenspreizung, Knochenblock, Distraktionsosteogenese, Sinuslift und Hohlraumtechnik. |
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Die Implantation | |
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Für die meisten Implantationen reicht eine lokale Betäubung aus. Werden sehr viele Implantate gesetzt oder ein simultaner Knochenaufbau durchgeführt, kann eine Behandlung in Narkose erforderlich sein. Gerade ängstlichere Patienten können den Vorteil, von dem Eingriff "nichts mitzubekommen", grundsätzlich bei jeder Implantation nutzen; die Kosten sind dabei allerdings meist selbst zu tragen.
Nach Eröffnen des Zahnfleischs an der gewählten Implantatstelle wird der Knochen für die geplante Position und Implantatgröße aufbereitet. Hierfür wird eine vorab hergestellte Bohrschablone (RISIP) benutzt, die auch der Positionierung der Implantate dient. Eine Röntgenkontrolle stellt den korrekten Sitz des Implantats sicher. Die meisten Implantatsysteme haben ein Schraubgewinde, mit dem ein sicherer Halt durch Eindrehen in den geschaffenen Knochenkanal erzielt wird. Nach Einbringen des Implantats wird das Zahnfleisch dicht vernäht oder es wird ein Pfosten zur Zahnfleischformung aufgesetzt. Bei einteiligen Implantatsystemen wird der Implantataufbau für eine Sofortbelastung (Pfosten für Kronen, Kugelkopf zur Fixierung von Prothesen) verwendet. Die Dauer der Operation liegt bei 20 Minuten pro Implantat in Abhängigkeit von Anzahl und Schwierigkeit. | |
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Einheilungsphase | |
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Die Einheilzeit des Implantats währt in der Regel 8 bis 12 Wochen. Der Knochen verwächst mit dem Implantat und das Zahnfleisch erhält die dem Zahnersatz angemessene Form. Die Dauer der Einheilphase hängt von der Knochenqualität und Ihrem gesundheitlichen Allgemeinzustand ab. Dank eines ästhetisch anspruchsvollen Provisoriums können Sie Essen, Sprechen und Lachen. ![]() In speziellen Fällen können Implantate auch sofort versorgt (Softloading) werden. Dies ist insbesondere nach minimalinvasiven Eingriffen der Fall. Eine Einheilphase wie bei der klassischen Vorgehensweise entfällt hier. Ihr Arzt kann Ihnen sagen, wie lange die Implantate einheilen müssen. Die Primär- bzw. Sekundärstabilität (mechanische Stabilität des Implantates beim Eindrehen bzw. Stabilität durch Anlagerung des Knochens) sind ausschlaggebend für den Zeitpunkt der Belastung. | |
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Eingliederung des Zahnersatzes | |
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Der Zahnersatz wird nun auf den Implantaten befestigt. Die Zähne können verschraubt oder zementiert werden (festsitzender Zahnersatz). Sie lassen sich nicht von Ihnen selbst aus dem Mund nehmen. ![]() Herausnehmbarer implantatgetragener Zahnersatz wird auf Stegkonstruktionen oder Kugelköpfen befestigt. Er kann (und muss) von Ihnen außerhalb des Mundes gepflegt werden. Die implantatgetragenen Zähne sollen sich ästhetisch und unauffällig in Ihr natürliches Gebiß einfügen. Ziel ist ein Maximum an Lebensqualität durch ein Minimum an Künstlichkeit. |
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Nachsorge | |
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Eine gewissenhafte Mundhygiene ist Grundvoraussetzung für den langen Erhalt Ihrer Implantate. Hier ist Ihr Engagement zu einer gewissenhaften Implantatprophylaxe erforderlich. Der Arzt informiert Sie über notwendigen Maßnahmen zur effizienten Implantatpflege. Eine Zahnbürste säubert nur einen Teil der Zahnfläche. Zahnzwischenräume und Implantate bleiben außen vor. Die Zahnzwischenräume sollten daher mit Zahnseide, Interdentalbürste, Superfloss oder Einbüschelbürste gereinigt werden. Zudem sind regelmäßige Kontrollen mit professioneller Implantat- und Zahnreinigung im Abstand von drei bis sechs Monaten unerläßlich. ![]() |
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